Konto und Auszahlung
Source of Funds oder Source of Wealth: zwei Fragen, zwei Antworten
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Irgendwann kommt bei größeren Beträgen eine Mail, in der ein Anbieter nach der Herkunft der Mittel fragt. Viele schicken daraufhin einen Kontoauszug, bekommen dieselbe Frage erneut und halten das für Schikane. Es sind aber zwei verschiedene Fragen, die nur ähnlich klingen: Source of Funds betrifft das Geld, das Sie eingezahlt haben. Source of Wealth betrifft das Vermögen, aus dem dieses Geld stammt. Für jede Frage passen andere Unterlagen — und solange die falschen ankommen, bewegt sich die Auszahlung nicht.
Inhalt dieser Seite — 7 Abschnitte
Woher die Frage kommt
Glücksspielanbieter sind in der EU Verpflichtete nach den Geldwäschevorschriften. Sie müssen ihre Kunden kennen, Transaktionen laufend überwachen und bei erhöhtem Risiko verstärkte Sorgfalt walten lassen. Das ist keine Höflichkeitsfrage und auch kein Misstrauen gegen Sie persönlich — es ist eine Pflicht, deren Verletzung dem Anbieter teurer ist als jeder verlorene Kunde. Entsprechend sind die Prozesse gebaut: Im Zweifel wird die Auszahlung angehalten, nicht die Prüfung abgekürzt.
Der Unterschied in einer Tabelle
| Source of Funds | Source of Wealth | |
|---|---|---|
| Gefragt wird nach | der Herkunft der eingezahlten Beträge | der Herkunft Ihres Vermögens insgesamt |
| Zeithorizont | die letzten Einzahlungen | Jahre bis Jahrzehnte |
| Typische Unterlagen | Kontoauszug mit der Abbuchung, Zahlungsbeleg, Transaktionsübersicht der Wallet | Lohnzettel oder Jahreslohnkonto, Steuerbescheid, Verkaufsvertrag, Erbschafts- oder Schenkungsnachweis, Depotauszug |
| Häufiger Fehler | Screenshot ohne Namen und ohne Datum | ein einzelner Kontoauszug als Antwort |
| Wann sie kommt | vor der ersten größeren Auszahlung | bei auffälligem Gesamtvolumen oder hohem Risiko |
Was einen Beleg brauchbar macht
Ein Nachweis wird nicht deshalb anerkannt, weil er echt ist, sondern weil er zuordenbar ist. Das heißt: Ihr Name, das Datum, die Gegenstelle und der Betrag müssen gemeinsam auf demselben Dokument stehen. Ein abgeschnittener Screenshot, in dem nur die Summe zu sehen ist, erfüllt das nicht — und er ist der mit Abstand häufigste Grund für die zweite Nachfrage.
- Vollständige Seite statt Ausschnitt, PDF statt Foto.
- Name im Dokument identisch mit dem Namen im Spielkonto.
- Zeitraum, der die fragliche Transaktion enthält, nicht den Monat danach.
- Fremdsprachige Dokumente mit kurzer Erläuterung, nicht unkommentiert.
- Geschwärzt wird nur, was nicht zur Sache gehört — nie Name, Datum oder Betrag.
Die Reihenfolge, die Wochen spart
- Lesen Sie, welche der beiden Fragen gestellt wurde. Steht „Source of Wealth“ in der Mail, ist der Kontoauszug die falsche Antwort.
- Fragen Sie nach, welche Dokumentarten akzeptiert werden, wenn die Mail nur allgemein formuliert ist. Eine Rückfrage kostet einen Tag, ein falscher Beleg eine Woche.
- Schicken Sie alles in einer Nachricht. Nachsendungen landen oft am Ende der Warteschlange statt beim bisherigen Bearbeiter.
- Notieren Sie Datum und Inhalt der Übermittlung. Bei einer Beschwerde ist genau das der Nachweis, dass Sie geliefert haben.
- Zahlen Sie während der Prüfung nicht erneut ein. Eine neue Einzahlung mit anderem Zahlungsweg eröffnet im Zweifel eine neue Prüfung.
Wenn die Prüfung stehen bleibt
Setzen Sie eine schriftliche Frist und benennen Sie dabei, was Sie wann geliefert haben. Bleibt es dabei, ist der nächste Adressat nicht der Support, sondern die Aufsichtsbehörde, die den Anbieter lizenziert hat; ihre Beschwerdestelle steht in unseren Bewertungen bei jedem Haus. Was dort hilft, ist eine Chronologie mit Datumsangaben — und was dort nicht hilft, ist eine Schilderung der Spielverläufe.
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Quellen
Alle Zahlen, Fristen und Zitate in diesem Beitrag stammen aus den folgenden Dokumenten. Verlinkt ist jeweils die herausgebende Stelle, weil deren Dauerlinks stabiler sind als die Adresse einer einzelnen Fassung.
- Geldwäscherechtliche Sorgfaltspflichten für Verpflichtete, einschließlich verstärkter Sorgfaltspflichten bei erhöhtem Risiko Rechtsinformationssystem des Bundes
- Einkommensteuerliche Behandlung von Spielgewinnen bei Privatpersonen oesterreich.gv.at
- Bedingungen zur Kontoverifizierung des jeweiligen Anbieters in den Geschäftsbedingungen des Anbieters; Fundstelle in unserer Bewertung
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