Bonusbedingungen
Bonuskauf: der Knopf, der Freispiele kostet — und manchmal den Bonus
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In vielen Automatenspielen gibt es einen Knopf, der die Freispielrunde direkt kauft, statt auf sie zu warten — „Feature Buy“, „Bonus Buy“, „Buy Free Spins“. Der Preis beträgt ein Vielfaches des normalen Einsatzes. Richtig verstanden ist das eine nachvollziehbare Umrechnung von Wartezeit in Geld; falsch verstanden ist es die schnellste Art, eine Einzahlung und einen laufenden Bonus gleichzeitig zu verlieren.
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Was der Preis bedeutet
Der Kaufpreis ist so kalkuliert, dass der Erwartungswert der gekauften Runde ungefähr dem Preis entspricht — abzüglich des Hausvorteils. Sie kaufen also keinen Vorteil, sondern Varianz: Dasselbe Geld wird in wenigen Minuten eingesetzt statt in einer Stunde. Die Spanne der Ergebnisse wird dadurch größer, der erwartete Ausgang nicht besser.
- Ein Kauf kostet typischerweise das Vielfache des Rundeneinsatzes — wie viel genau, steht im Kaufdialog des Spiels.
- Die Auszahlungsquote der gekauften Runde kann von der des Normalspiels abweichen; der Wert steht in der Spielinformation.
- Das Spielguthaben reicht nach wenigen Käufen für deutlich weniger Spielzeit als bei gleichen Einsätzen im Normalspiel.
Warum die Funktion in manchen Märkten fehlt
Wo Höchsteinsätze pro Spiel und Mindestdauern je Runde gelten, passt ein Kaufknopf nicht in das Regelwerk: Er setzt in einem Vorgang ein Vielfaches des erlaubten Einsatzes ein. Deshalb liefern Studios für solche Märkte eigene Fassungen ohne diese Funktion aus. Dass ein Spiel den Knopf bei einem Anbieter hat und beim nächsten nicht, ist also kein Fehler, sondern eine andere Fassung desselben Spiels.
Die Bonusfalle
Läuft eine Umsatzbedingung, ist der Kauf der häufigste Weg, die Einsatzobergrenze zu reißen — und die Folge ist in den meisten Bedingungen der Verfall von Bonus und Gewinn. Manche Anbieter verbieten den Kauf während des Umsatzes ausdrücklich, andere rechnen ihn nicht auf den Umsatz an, obwohl das Geld abgebucht wird. Beide Varianten sind in den Bedingungen nachlesbar, und beide kosten Geld, wenn man sie erst danach liest.
- Während der Umsatzphase: nicht kaufen. Auch dann nicht, wenn der Knopf anklickbar ist.
- Vorher prüfen: Ist der Kauf erlaubt? Wird er angerechnet?
- Kaufpreis gegen die Einsatzgrenze halten — meist liegt er darüber.
- Nach erfülltem Umsatz ist der Knopf eine normale Entscheidung.
Wann der Kauf eine vertretbare Entscheidung ist
- Kein laufender Bonus, kein Umsatzpensum.
- Sie wollen bewusst Varianz statt Spielzeit und wissen, dass das Budget schneller endet.
- Sie haben die Quote der Kaufrunde in der Spielinformation nachgesehen und nicht geschätzt.
- Der Preis steht in einem Verhältnis zum Guthaben, das mehrere Versuche erlaubt — ein einziger Kauf ist kein Test, sondern ein Münzwurf.
Ist der Bonuskauf manipuliert?
Lohnt sich der Kauf statistisch?
Warum fehlt der Knopf bei manchen Anbietern?
Zählt ein Kauf zum Umsatz?
Quellen
Alle Zahlen, Fristen und Zitate in diesem Beitrag stammen aus den folgenden Dokumenten. Verlinkt ist jeweils die herausgebende Stelle, weil deren Dauerlinks stabiler sind als die Adresse einer einzelnen Fassung.
- Bonusbedingungen zum Kauf von Spielfunktionen während der Umsatzphase und zur Anrechnung solcher Einsätze in den Bonusbedingungen des jeweiligen Anbieters; Fundstelle in unserer Bewertung
- Glücksspielstaatsvertrag 2021, § 22a (Einsatzgrenze und Mindestdauer je Spiel) als Grund für abweichende Spielfassungen Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder
- Spielinformation des jeweiligen Spiels mit Auszahlungsquote der Kaufrunde im Informationsfenster des Spiels
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